Bodylanguage

Etwas Biologie - unser Körper IST definitiv ein Wunder!

Habt ihr euch mal ein bisschen Gedanken darüber gemacht, was euer Körper eigentlich tag täglich so leisten muss? Vielleicht ein bisschen Konzentration bei der Arbeit hier und ein wenig Sport da, eine kleine Verletzung ausheilen oder mal etwas schweres Verdauen? Alles richtig aber das ist nur die Spitze des Eisberges...eines Eisberges der so mächtig ist, dass es die Vorstellungskraft von uns Normalos oft übersteigt.
Die meisten Schätzungen gehen für einen durchschnittlich großen Menschen von etwa 100 Billionen Zellen aus. Für einzelne Organe ist die Zahl der Zellen recht genau bestimmt, das Gehirn besteht etwa aus 20 Milliarden Neuronen. Lasst euch diese Zahlen mal auf der Zunge zergehen!!! :) Ist doch unglaublich!

Damit der Körper nicht zu stark altert, sterben in jeder einzelnen Sekunde 50 Millionen Zellen ab und werden durch fast ebenso viele neue ersetzt.Unsere Zellen teilen sich ständig, ausgediente Zellen bekommen ein Signal um abgebaut zu werden und neue entstehen. Regeneration. Dabei muss jedes einzelne Mal auch die DNA perfekt kopiert werden ansonsten kommt es zu Mutationen, Missbildungen, Gendeffekten und u.a. auch zu Krebs. Hierbei dürfen keine Fehler passieren und dafür sorgen eine Vielzahl an sogenannten Proofreading-Funktionen die unsere neu-entstandene DNA kontrollieren, ggf. reparieren oder die Zelle für den programmierten Zelltod (Apoptose) freigibt wenn der Schaden zu groß ist. Auch die Apoptose kann nicht einfach irgendwie ablaufen sondern muss gesittet und geordnet vor sich gehen in dem unterschiedliche Signalstoffe anderen Zellen mitteilen, dass die defekte Zelle systemathisch abgebaut und entsorgt werden muss ansonsten würde es u.a. zu Entzündungen kommen.

Alleine dieser Bereich ist schon so unglaublich und faszinierend perfekt organisiert, dass ich jedes mal wieder darüber staune :)

Wer noch nicht genug Biologie hat - das Immunsystem ganz grob...

Man hört zwar oft, dass unser Körper ein regelrechtes Wunderwerk ist aber wie wahr dieser Ausspruch ist wird deutlich wenn wir uns nur mal unser Immunsystem herauspicken:
Mal angenommen unser Körper sieht sich ein paar Bakterien gegenüber, zugegeben recht klein aber doch unglaublich mächtig wenn wir es zulassen, dass sie sich unkontrolliert vermehren. Zu allererst muss das Bakterium ein paar unserer physischen Barrieren durchbrochen haben (die Haut, die Schleimhäute, die Magensäure, usw.) hat es das geschafft kommen auch schon die erste Immunzellen angedackelt und betatschen das Bakterium um festzustellen: ist das was von mir oder gehört der rausgeworfen?! Rauswerfen definitiv! Schon kommen die Phagozyten und Natural Killer cells mit Kohldampf angerauscht und fressen mal fleißig drauf los, andere Zellen wie unsere T-Zellen schlucken einfach nur eines der Bakterien und petzen unseren B-Zellen wer sich da genau eingeschlichen hat ("Tante B-Zelle, das böse böse Bakterium XY will nicht von unseren Zellen runtergehen..." oder vermutlich so ähnlich ;) woraufhin die B-Zellen dann ganz speziefisch Antikörper gegen dieses Bakterium bilden.
Doch selbst das ist nur sehr sehr oberflächlich ausgedrückt, denn was da wirklich abläuft ist eine perfekte Choreographie aus unzähligen Botenstoffen (Schlüsseln) die ihren spezifischen Rezeptoren (quasi das Schloss) finden müssen. Ein perfektes Spiel in dem jede einzelne Zelle ihre Rolle fehlerlos beherrschen muss.

Langer Rede kurzer Sinn

unser Körper leistet wirklich Unglaubliches, tag täglich! Und dafür braucht er den richtigen Treibstoff. Ein Benzin-Auto würde doch auch niemand mit Diesel betanken, oder? Aber bei uns selbst nehmen wir das alles nicht so genau...läuft ja (irgendwie zumindest...und auf bestimmte Zeit) denn unser Körper verzeiht uns sehr lange sehr vieles. Er kriegt zu wenig Kalzium? Ooook dann nehm ichs eben aus den Knochen und den Zähnen solang dort genug ist, denkt er sich. Was steht allerdings Jahre später mal auf der Rechnung? Ostheoporose oder mit 5o ein Gebiss wie die 92 jährige Großtante Mitzi...vermutlich gar keines mehr :P
Um all diese Funktionen reibungslos ausführen zu können benötigt der Körper Nährstoffe. Er benötigt Makronährstoffe wie Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß und er benötigt sogenannte Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Ballaststoffe ect. All dies bezieht er, wie der Name schon sagt, aus der Nahrung.
Unsere Aufgabe besteht nun darin ein gewisses Verständnis dafür zu entwickeln womit unser Körper gut arbeiten kann, wofür er welche Nährstoffe braucht und woher wir sie bekommen.
Erst wenn wir hierfür mit der Zeit ein gewisses Bewusstsein entwickeln wird uns der Grund für so manches "Leiden" dass wir entwickeln klar werden und wir können gegensteuern oder es (noch viel besser) gar nicht erst soweit kommen lassen :)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen